 |

 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
BALLETT DER WIENER STAATSOPER
Wien war seit langer Zeit nicht mehr verzeichnet auf der Landkarte der Tanzkunst, als mich 1976 die Einladung erreichte, das Ballett der Wiener Staatsoper zu leiten. Mein Ehrgeiz zielte hoch. Wien sollte wieder Anschluß finden an internationale Standards, und viel von dieser Ambition ist in den Jahren meiner Direktionszeit, die 1990 endete, auch Wirklichkeit geworden.
Bedeutende Choreographen haben, teilweise durch Ur- und Erstaufführungen, das Repertoire bereichert und den Spielplan geprägt, unter ihnen George Balanchine, der dem Ensemble die europäische Premiere der "Liebeslieder Walzer" überließ, Hans van Manen ("Grand Trio"), Jiri Kylian ("Wiegenlied"), John Neumeier ("Josephs Legende"), William Forsythe ("Drei Orchesterstücke") und Ruth Berghaus ("Orpheus"). Aber auch die Pflege der Traditionen, der eigenen wie der fremden, kam nicht zu kurz. Während Rudolf Nurejew mit vier erfolgreichen Revisionen die Ästhetik des klassisch-romantischen Balletts prägte, wurde die Wiederherstellung des Balletts "Die Puppenfee" in ihrem Originalzustand so etwas wie ein liebevoller Blick ins Wien der Gründerzeit.
Nicht weniger gewichtig erschien daneben die programmatische Wiederentdeckung großer Persönlichkeiten des Freien Tanzes: Grete Wiesenthal, Gertrud Bodenwieser, Gertrud Kraus, Rosalia Chladek.
G.B.
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
 |