TANZFESTIVALS
Für die insgesamt acht Wiener TANZ-Biennalen (1982-1996), Festivals von europaweit vergleichsloser Qualität und Fülle, gibt es zwei Vorreden und ein Nachwort. Das Nachwort war 1998 der Zusammenschluß mit dem Wiener Festival "ImPuls", während die Vorläufer zurückreichen in die Jahre 1969 und 1976. Für die Wiener Festwochen 1969 programmierte ich erstmals ein großes Ballett-Festival, und den Kontrapunkt setzte ich sieben Jahre später mit einem Festival der tänzerischen Avantgarde beim "steirischen herbst".
Worum es dabei ging ? Es ging um ebenso grundlegende wie verschiedenartige Informationen aus der Welt des Tanzes. Es ging darum, ein besseres und zahlreicheres Publikum zu finden, und es ging auch darum, mit allen diesen Gastspielen auch verbindliche Standards zu setzen für die Entwicklung einer eigenen tänzerischen Szene in Wien und Österreich. Meine Hoffnung war es, daß viele kleine Flämmchen sich eines Tages auswachsen könnten zu einem veritablen Flächenbrand.
Das bunte Mosaik der hundertfünfzig Ensembles und der vierhundert Aufführungen, verteilt auf zwei Jahrzehnte, hatte seine klare Zeichnung. Im Mittelpunkt stand bei allen diesen Festivals stets die Choreographie, und zwar in allen ihren Erscheinungsformen, vom schöpferischen Akt der Solo-Performance bis zum großen Ballett russischen oder französischen Musters, vom Triadischen Ballett bis zum Wiener Roßballett, vom Steptanz zum Orientalischen Tanz, von den Tempeltänzen Indiens bis nach Bali, Java und Sumatra, von den Capoeiras aus Brasiliens oder den Ethnien Mexikos und Kubas bis nach Andalusien und Afrika.
G.B.
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