"Salome" die skandalumwitterte Oper von Richard Strauss nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung, uraufgeführt in Dresden im Dezember 1905, wurde schon im Mai 1906 in Graz als erstem Spielort der Monarchie aufgeführt. In Wien dagegen hatte die sehr viel strengere Zensur die Erstaufführung verhindert.
Die Inszenierung von Martin Kusej von 1999 läuft in eindreiviertel Stunden atemberaubender Hochspannung ab wie ein böser Thriller. Die Apokalypse, die der Prophet Jochanaan voraussieht, hat bereits stattgefunden. In einem verlassenen Palast scheint es nur noch Wasser und Blut zu geben. Das Wasser steigt, und wer noch über die wackelnden Holzplanken balancieren kann, muß wohl noch leben. Vor diesem Hintergrund wird das finale Spiel gespielt, läuft die Tragödie von Liebe, Zurückweisung und Tod mit bedingungsloser und schonungsloser Konsequenz ab.
"Graz hat wieder eine Salome zum Vorzeigen. Wie 1906."
Bei der Rekonstruktion dieser gefeierten "Salome" bieten wir unsere Mithilfe an.
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