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MADAMA BUTTERFLY Giacomo Puccini
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Die Geschichte der Madama Butterfly beruht auf einer Erzählung des amerikanischen Novellisten John Luther Long, in der es um den Brauch der "Heirat auf Zeit" geht, die notwendig geworden war, um in Japan die durch die Öffnung zum Westen offensichtlich nicht vermeidbare Prostitution in den Hafenstädten unter Kontrolle zu bringen. Das Tragische an dieser Erzählung ist, daß die Frau diese gegenseitige Vereinbarung als echte Liebe und Ehe interpretiert.
In der Oper von Giacomo Puccini geht es ohne Schuldzuweisung darum, mit welcher Folgerichtigkeit die Entwicklung der Katastrophe zutreibt. Pinkerton, der junge Mann aus gutem Haus, ist kein Bösewicht oder Verführer, sondern ein sensibler junger Mann, der versucht, sich den herrschenden Konventionen anzupassen. Butterfly, eine vitale, liebesfähige Frau, wird vom jahrelangen Warten zermürbt. In ihre Träume eingesponnen, lässt sie nicht zu, daß jemand die Illusion, an die sie sich klammert, zerstört. Sie klammert sich stärker daran, je deutlicher die Anzeichen für das Ende der Illusion werden. Mit letzter Energie und mit tödlicher Aggression verteidigt sie ihren Traum, ihr Leben.
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KRITIKEN |
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