Jetske Mijnssen, Regie

Portrait von Jetske Mijnssen

Jetske Mijnssen

Jetske Mijnssen, 1970 geboren, schloss ihre Studien an der Universität Amsterdam mit einem Masterdiplom in Niederländischer Literatur und Poetik ab. In der Folge studierte sie Regie an der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten und spezialisierte sich auf die Oper.

Ein Workshop mit Willy Decker am Brüsseler La Monnaie erwies sich im Jahre 2001 als das Schlüsselerlebnis für ihre Laufbahn als Regisseurin. Mit der Bühnenbildnerin Solita Stucken organisierte sie zunächst Opera C&F, ein Ensemble für Kammeropern.

Im Jahre 2004 inszenierte Jetske Mijnssen Weills und Brechts Die Dreigroschenoper an der Opera Zuid. Für Kinder erarbeitete sie Brittens Der kleine Schornsteinfeger und Valtinonis Pinocchio an der Komischen Oper Berlin sowie Henzes Pollicino für die Nationale Reisopera. 2007/08 folgten Rossinis Il barbiere di Siviglia für Opera Zuid und Ravels L'Enfant et les sortilèges für die Komische Oper.

Die Saison 2009/10 erweiterte ihren Werkkatlog um Puccinis Madama Butterfly in Basel und Donizettis Don Pasquale an der Komischen Oper Berlin. 2010/11 folgte die Uraufführung von Theodore Gouvys Der Cid in Saarbrücken und Dvoraks Rusalka in Dortmund. 2011/12 markierte Mozarts Die Entführung aus dem Serail einen Höhepunkt in Essen.

Jetske Mijnssens inszenatorische Arbeit ist gekennzeichnet durch einen ausgeprägt psychologischen Zugang, der zu überraschenden und fesselnden Interpretationen der Charaktere und ihrer Schicksale führt. Ihre Produktion von Massenets Werther, die sie gemeinsam mit Ben Baur in Saarbrücken herausbrachte, führte zu einer Nominierung für DER FAUST 2014 in der Kategorie Musiktheater.

2013/14 inszenierte Mijnssen Verdis La traviata in Bern und Händels Almira in Hamburg und Innsbruck. Den Höhepunkt der Saison 2014/15 setzten Humperdincks Königskinder in Dresden. In der Spielzeit 2015/16 folgten Luigi Rossis Orfeo an der Opera national de Lorraine, eine weithin gefeierte Produktion, die mit dem Grand Prix du Syndicat de la Critique gewürdigt worden ist. Haydns Orlando Paladino übersiedelt 2017 von Winterthur ans Opernhaus Zürich.