Jetske Mijnssen, Regie

Portrait von Jetske Mijnssen

Jetske Mijnssen

Jetske Mijnssen, 1970 geboren, inszeniert erfolgreich an zahlreichen Opernhäusern Europas. Ihre inszenatorische Arbeit ist gekennzeichnet durch einen ausgeprägt psychologischen Zugang, der zu überraschenden und fesselnden Interpretationen der Charaktere und ihrer Schicksale führt. Die szenische Umsetzung ihrer Vorstellungen ist dabei untrennbar verbunden mit einer sorgfältigen Lesung der Partituren. „Sie macht die Musik sichtbar“, schrieb der renommierte holländische Kritiker Joyce Roodnat, „ sie versteht es, die Botschaft der Musik fühlbar zu machen“.

Szenische Vision und die Musik so eng wie möglich zusammen zu führen und auf einen Nenner zu bringen, ist das Interpretationsideal Jetske Mijnssens. Kein Wunder, daß sie stets Ausschau hält nach inspirierenden Partnern, nicht nur auf der Bühne, sondern auch am Pult. Die Anzahl glücklicher Partnerschaften ist erstaunlich: Christoph Rousset, Emmanuelle Haim, Giovanni Antonini, Raphael Pichon, Riccardo Minasi, Gianluca Capuano, Mirga Grazynite-Tyla, Alessandro de Marchi und Oksana Lyniv zählt sie zu ihnen.

In der laufenden Spielzeit hat Jetske Mijnssen zwei wichtige Werke des Repertoire zu Premieren gebracht, Tschaikowskis Eugen Onegin in Graz und Mozarts Idomeneo in Zürich. 2016 inszenierte sie Luigi Rossis wenig bekannten Orfeo an der Opera national de Lorraine. Die höchst erfolgreiche und weithin gelobte Produktion ist in Frankreich mit dem Grand Prix du Syndicat de la Critique ausgezeichnet worden.

Auch Massenets Werther, den sie gemeinsam mit Ben Baur in Saarbrücken herausbrachte, brachte ihr hohe Anerkennung. Er wurde in der Kategorie Musiktheater 2014 für DER FAUST nominiert.

Jetske Mijnssens Werkliste ist beeindruckend. Sie inszenierte

Humperdincks Königskinder in der Dresdener Semperoper, Verdis La traviata in Bern, Händels frühe Almira in Hamburg und Innsbruck, Mozarts Die Entführung aus dem Serail in Essen, Gouvys Der Cid in Saarbrücken, Puccinis Madama Butterfly in Basel, Donizettis Don Pasquale und Ravels L’enfant et les sortilèges an der Komischen Oper Berlin sowie Rossinis Il barbiere di Siviglia für die Opera Zuid.​