Dmitri Tcherniakov, Regie

Portrait von Dmitri Tcherniakov

Dmitri Tcherniakov

Dmitri Tcherniakov wurde 1970 in Moskau geboren. Sein Studium an der Russischen Akademie der Darstellenden Künste schloss er 1993 ab. Tcherniakov entwirft die Bühnenbilder seiner Produktionen ausnahmslos selbst, des öfteren auch die Kostüme. Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter der italienische Franco Abbiati Preis und die Goldene Maske, Rußlands bedeutendster Theaterpreis.

Mussorgskis Boris Godunow an der Deutschen Staatsoper Berlin markierte den Beginn einer engen künstlerischen Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Daniel Barenboim, der weitere gemeinsame Produktionen folgten: Prokofiews Der Spieler, Rimski-Korsakows Die Zarenbraut und Wagners Parsifal.

Tschaikowskys Eugene Onegin, in zahlreichen Metropolen gezeigt, Wozzeck und Glinkas Ruslan und Ludmilla am Bolschoi Theater Moskau, Wagners Tristan und Isolde und Glinkas Ein Leben für den Zaren am Mariinski-Theater St. Petersburg, Schostakowitschs Lady Macbeth aus Mzensk an der Deutschen Oper am Rhein, in Londons ENO und in Lyon, Verdis Macbeth an der Pariser Opéra und Simon Boccanegra an der ENO, Mozarts Don Giovanni in Aix-en-Provence, Madrid und am Bolschoi Theater festigten seinen Ruf.

Mussorgskis Chowanschtschina, Poulenc’ Dialogues des Carmélites und Berg/Cerhas Lulu in München vertieften seine künstlerische Anerkennung in Deutschland, Verdis La traviata in Mailand und Borodins Fürst Igor an der Metropolitan Opera New York erweiterten zugleich das internationale Ansehen.

Zu den weiteren Höhepunkten seiner Arbeit gehören Rimski-Korsakows Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und von der Jungfrau Fewronia in Amsterdam, Verdis Il trovatore in Brüssel sowie seine bisherigen Arbeiten am Opernhaus Zürich, Janáčeks Jenufa und Debussys Pelléas et Melisande.

Ein Projekt von besonderem Anspruch war seine inhaltliche Neuinterpretation von Tschaikowskys Oper Iolanta und dem Ballett Der Nußknacker, die Kombination der Uraufführungen, an der Pariser Opéra im März 2016. Sie wird 2017/18 wieder aufgenommen.